Seelenstreichler Patchworken

Was für ein Herbst.

Seit meinem letzten Post sind ein paar Tage vergangen. Aber ich werde mich jetzt weder für die lange Zeit entschuldigen, noch will ich Euch was vorjammern von den Umzugsfreuden mit zwei kleinen Kindern, von der Inkompetenz von deutschen Telefongesellschaften, wie sich 2 Monate Internet-Entzug anfühlen oder von dem rauschenden Gefühl mit einer 16Mbit-Leitung zu surfen. Nein!

Ich jammer lieber vom Jersey-Frust. Eigentlich wollte ich meinen Kids ja Winterjacken nähen. Aber entweder ist die Große zwischen Zuschnitt und dem Nähen ein paar Zentimeter gewachsen oder ich bin einfach unfähig. Jedenfalls ging die ach so toll geplante Winterjacke nicht annähernd über dem kleinen Trommelbauch der Tochter zu. Da es draussen tatsächlich für etwa eine Woche so aussah, als gäbe es dieses Jahr einen richtigen Winter und meine armen Kinder immernoch in den Sweatjacken rumgelaufen sind, bin ich in meinem Frust in den nächsten Secondhand-Laden und hab den Kids Jacken gekauft. Und ehrlich: ich bin mir wie eine richtige Versagerin vorgekommen. Überzogene Ansprüche an mich selbst und so.

Mittlerweile bin ich aber über meinen Anfall von übertriebenen Perfektionismus hinweg und hab mir mal wieder was Gutes getan: Patchworken!
In der Facebook-Gruppe der Patchwork-Gilde bin ich dann auf die Sachen von Quiltartdesigns gestolpert und habe leider mal wieder hemmungslos meiner Schnittmustersucht nachgegeben.

Ich mag Patchworken ja echt gerne. Gerade, ehrliche, undehnbare Baumwollstoffe in unendlich vielen Farben. Man darf/kann/muss genau zuschneiden und nix verwubbelt dauernd wie dieser blöde lapprige Jersey. Da fällt mir ein, ich sollte den Kids noch ein paar Langarmshirts machen. Naja. Nächste Woche vielleicht.

Achso, es ist auch was bei rausgekommen!

Tadaa:



Hat echt Spass gemacht, hab ich das schon erwähnt? Ich hab auch Neues dabei gelernt.
Zum Beispiel, dass ich mir bei der Stoffauswahl mehr Zeit nehmen muss, weil damit bin ich nicht 100% glücklich. Hätte etwas kontrastreicher sein können. Wobei hier das Nähzimmer-Licht auch nicht so ganz toll ist. Und ich muss grünen Stoff kaufen, weil die zusammengestückelten Grün-Reste im Hintergrund sind kontraproduktiv. Vermutlich wäre es auch schlau gewesen, die Nahtzugaben-Papier-Rückseiten etwas früher zu entfernen, da komm ich nämlich jetzt nicht mehr überall ran. Aber egal. Kann ich bei den nächsten Projekten beherzigen. Die eine oder andere Anleitung hab ich noch in petto :D

Ich weiss noch nicht sicher was daraus wird. Irgendwo liegen bei mir noch Keilrahmen rum, vielleicht macht sich das darauf ganz gut. Ansonsten wird es Tochters erster Wandbehang. Oder doch ein Kissen?

Meldet sich jemand freiwillig? Zum Reste wegräumen?




Vermutlich wird es jetzt Zeit, mir eine Lagerlösung für Kleinst-Reste zu überlegen. Ich tendiere zu Zip-Lock-Beuteln.

So, wenn mich jetzt jemand sucht: Ich bin Papierschnipsel-Knibbeln!

Verlinkt bei Meertje

Kommentare

  1. Zip-Lock-Beutel sind perfekt und sie lassen sich relativ flach zusammenquetschen. Ich habe unzählige davon mit Resten aller Art;-)
    Frohes Schnipselsammeln im Jahr 2016! LG Petra

    AntwortenLöschen

Kommentar veröffentlichen

Beliebte Posts